Winterschlaf
Winterschlaf
Obwohl es mit dem Winter nicht so richtig was geworden ist und wie es scheint auch nicht mehr zur rechten Zeit was zu werden beabsichtigt, habe ich das Schlafen satt.
Bin wach geworden.
Aus mehr oder weniger krassen bis abscheulichen Träumen.
Das Letzte, woran ich mich erinnern kann, war ein großes Koalodil, das auf mich zukam, mit weit aufgerissenem Maul, voll von garstig scharfen Zähnen.
Alle fein gezwirnt getarnt.
Als sich gegenseitig belobhudelnde Minister verschiedener politischer Couleur.
Angeführt von einem alternativ-los erbarmungslosen Lobby-Engel Namens Queen Angie.
Ein Maul voller Gewinner, sich redlich labend an einem Volk von verlorenen, gutgläubig dankbaren Scheindemokraten.
Bin ich wirklich wach geworden? Oder befinde ich mich noch immer in diesem beklemmenden Traum. Einem Schachteltraum aus dem ich wieder und wieder erwachen möchte. Um mich wieder und wieder in diesem selben Alp zu finden.
Doch dann, endlich, langsam lichtet sich das Dunkel. Der unerklärliche Druck beginnt zu weichen. Splitter einer paradiesischen Realität dringen zu mir durch, dringen in mich ein. Vorsichtig, noch unsicher und unerklärlich verschwitzt, schau ich hin. Aufatmen, alles ist gut, und was noch nicht gut ist, wird gut werden.
Splitter, da, ein fein leuchtendes Wort, ein gut gelaunt klingender Begriff. Ich ergreife diese Vokabel, schaue sie an und erkenne sie endlich.
„Sozialtourismus“
Ja, das ist es, endlich wieder klare Sicht. Ein klares Feindbild, klare Fronten. Ja, diese hinterlistigen Schmarotzer, die sich aus der Verantwortung zum eigenen Wohl zu stehlen versuchen und uns, mich, mein Volk, meine Heimat überfallen wollen um uns schnöde zu berauben. Unsere hart erarbeiteten Rücklagen zu plündern. Bulgaren, Rumänen, Ostblockabfall, von Jahrzehnte langen Kommunismus verblödet, aber nicht blöde genug, sich an unseren reichen Früchten nähren zu wollen. Streng genommen brauchen wir diese Rücklagen eigentlich gar nicht. Der Neoliberalismus lehrt uns zu Recht, das jeder der will auch kann. Hier muss niemand Hunger leiden, hier kann jeder tun wozu er Lust hat. Es ist genug für alle da. Für uns alle. Für uns, die wir genug haben. Wer nicht mitkommt, ist es eindeutig selber schuld. Zu dumm, zu faul, den falschen Idealen folgend.
So gesellen sich Stück um Stück die Splitter unserer freien Marktwirtschaft zu dem hellen warmen Bild echter, gelebter Demokratie.
Ich stehe auf und genieße das Paradies. Und das ist wahrlich ein Paradies. Jeden Tag ein gedeckter Tisch mit Leckereien aus aller Herren Länder. Reichhaltiger als je die Tafel eines Königs oder Kaisers vor Jahrhunderten gedeckt gewesen wäre. Jeden Tag gebratene Tauben fliegen mir in Form von zertifiziertem Fair Trade Bio Fast Food bequem in den Mund. Alles ist im Überfluss zu haben, alles und immer. Ich fahre noble Karossen, universale Mobilität angetrieben mit V-Power Kraftstoffen zu erschwinglichem Preis. Unendliche Energiereserven der Energiewende zum Trotz. Jedes Jahr Urlaub, mit dem Flieger wohin immer ich will. Mobilität, mobile Kommunikation, freie Information in einem WWW der Informationsfreiheit.
Für jeden zu haben
für alle zu kriegen
Führt alles zu Kriegen
zu Kriegen, kämpfen und kriegen
kann ich je genug kriegen?
Mobile Kontrolle für jeden, Umweltverschmutzung für alle.
Dankbar fresse ich den Dreck,
die Hormone und Antibiotika im Fleisch gequälter Nutzviecher,
die Pestizide und künstlichen Genome im Gemüse gieriger Konzerne.
Genug, für alle genug.
Es ist genug - aufhören, was soll das, wo kommen diese teuflischen Lügen her, lasst mich in Ruhe meinen Traum leben, meinen Traum.
Traum, ja Traum, ich träume noch immer oder schon wieder und wieder und …
Wieder baue ich in Demut an meiner Mauer der Dankbarkeit und glaube das alles so, wie es ist doch gut ist.
Gott gewollt
vom Gott befohlen
Lebe ich in fatalistischer Dankbarkeit den fatalen Alptraum,
den die Anderen mir bescheren
die, die ausbrechen aus meinem Traum Paradies
und sich wehren.
Was macht Ihr da. Seid ihr noch zu retten?
Nein ihr seit verloren und wollt mich mit hinabziehen in eure irrsinnige Realität von Schuld an alle dem, was zu sehen ich mich so beharrlich weigere. Warum nur tut ihr das? Aus Gier, aus Neid, aus reiner Boshaftigkeit seid ihr hinter mir her.
Hinter mir, dem doch so schönen farbenfrohen GROKO. Wollt mich vernichten, mich ausrotten.
Ihr werdet es nicht schaffen, denn ich bin bis an die Zähne mit weit mehr als nur diesen bewaffnet. Ich werde euch alle fressen.
Alle und jeden bis
zum letzten Mann
zur letzten Frau
zum letzten Kind
den ganzen Planeten
wenn es sein muss.
Meinen Planeten, den Ihr mir zu stehlen versucht.
Au Backe, ich glaub ich leg mich wieder hin. Kalendarisch kann ich ja noch ein bisschen Winterschlafen. Und selbst das versucht ihr mir durch euer Gerede von Klimawandel und Erderwärmung zu vermiesen.
Ihr Winterschlafalptraumteufelchen
Obwohl es mit dem Winter nicht so richtig was geworden ist und wie es scheint auch nicht mehr zur rechten Zeit was zu werden beabsichtigt, habe ich das Schlafen satt.
Bin wach geworden.
Aus mehr oder weniger krassen bis abscheulichen Träumen.
Das Letzte, woran ich mich erinnern kann, war ein großes Koalodil, das auf mich zukam, mit weit aufgerissenem Maul, voll von garstig scharfen Zähnen.
Alle fein gezwirnt getarnt.
Als sich gegenseitig belobhudelnde Minister verschiedener politischer Couleur.
Angeführt von einem alternativ-los erbarmungslosen Lobby-Engel Namens Queen Angie.
Ein Maul voller Gewinner, sich redlich labend an einem Volk von verlorenen, gutgläubig dankbaren Scheindemokraten.
Bin ich wirklich wach geworden? Oder befinde ich mich noch immer in diesem beklemmenden Traum. Einem Schachteltraum aus dem ich wieder und wieder erwachen möchte. Um mich wieder und wieder in diesem selben Alp zu finden.
Doch dann, endlich, langsam lichtet sich das Dunkel. Der unerklärliche Druck beginnt zu weichen. Splitter einer paradiesischen Realität dringen zu mir durch, dringen in mich ein. Vorsichtig, noch unsicher und unerklärlich verschwitzt, schau ich hin. Aufatmen, alles ist gut, und was noch nicht gut ist, wird gut werden.
Splitter, da, ein fein leuchtendes Wort, ein gut gelaunt klingender Begriff. Ich ergreife diese Vokabel, schaue sie an und erkenne sie endlich.
„Sozialtourismus“
Ja, das ist es, endlich wieder klare Sicht. Ein klares Feindbild, klare Fronten. Ja, diese hinterlistigen Schmarotzer, die sich aus der Verantwortung zum eigenen Wohl zu stehlen versuchen und uns, mich, mein Volk, meine Heimat überfallen wollen um uns schnöde zu berauben. Unsere hart erarbeiteten Rücklagen zu plündern. Bulgaren, Rumänen, Ostblockabfall, von Jahrzehnte langen Kommunismus verblödet, aber nicht blöde genug, sich an unseren reichen Früchten nähren zu wollen. Streng genommen brauchen wir diese Rücklagen eigentlich gar nicht. Der Neoliberalismus lehrt uns zu Recht, das jeder der will auch kann. Hier muss niemand Hunger leiden, hier kann jeder tun wozu er Lust hat. Es ist genug für alle da. Für uns alle. Für uns, die wir genug haben. Wer nicht mitkommt, ist es eindeutig selber schuld. Zu dumm, zu faul, den falschen Idealen folgend.
So gesellen sich Stück um Stück die Splitter unserer freien Marktwirtschaft zu dem hellen warmen Bild echter, gelebter Demokratie.
Ich stehe auf und genieße das Paradies. Und das ist wahrlich ein Paradies. Jeden Tag ein gedeckter Tisch mit Leckereien aus aller Herren Länder. Reichhaltiger als je die Tafel eines Königs oder Kaisers vor Jahrhunderten gedeckt gewesen wäre. Jeden Tag gebratene Tauben fliegen mir in Form von zertifiziertem Fair Trade Bio Fast Food bequem in den Mund. Alles ist im Überfluss zu haben, alles und immer. Ich fahre noble Karossen, universale Mobilität angetrieben mit V-Power Kraftstoffen zu erschwinglichem Preis. Unendliche Energiereserven der Energiewende zum Trotz. Jedes Jahr Urlaub, mit dem Flieger wohin immer ich will. Mobilität, mobile Kommunikation, freie Information in einem WWW der Informationsfreiheit.
Für jeden zu haben
für alle zu kriegen
Führt alles zu Kriegen
zu Kriegen, kämpfen und kriegen
kann ich je genug kriegen?
Mobile Kontrolle für jeden, Umweltverschmutzung für alle.
Dankbar fresse ich den Dreck,
die Hormone und Antibiotika im Fleisch gequälter Nutzviecher,
die Pestizide und künstlichen Genome im Gemüse gieriger Konzerne.
Genug, für alle genug.
Es ist genug - aufhören, was soll das, wo kommen diese teuflischen Lügen her, lasst mich in Ruhe meinen Traum leben, meinen Traum.
Traum, ja Traum, ich träume noch immer oder schon wieder und wieder und …
Wieder baue ich in Demut an meiner Mauer der Dankbarkeit und glaube das alles so, wie es ist doch gut ist.
Gott gewollt
vom Gott befohlen
Lebe ich in fatalistischer Dankbarkeit den fatalen Alptraum,
den die Anderen mir bescheren
die, die ausbrechen aus meinem Traum Paradies
und sich wehren.
Was macht Ihr da. Seid ihr noch zu retten?
Nein ihr seit verloren und wollt mich mit hinabziehen in eure irrsinnige Realität von Schuld an alle dem, was zu sehen ich mich so beharrlich weigere. Warum nur tut ihr das? Aus Gier, aus Neid, aus reiner Boshaftigkeit seid ihr hinter mir her.
Hinter mir, dem doch so schönen farbenfrohen GROKO. Wollt mich vernichten, mich ausrotten.
Ihr werdet es nicht schaffen, denn ich bin bis an die Zähne mit weit mehr als nur diesen bewaffnet. Ich werde euch alle fressen.
Alle und jeden bis
zum letzten Mann
zur letzten Frau
zum letzten Kind
den ganzen Planeten
wenn es sein muss.
Meinen Planeten, den Ihr mir zu stehlen versucht.
Au Backe, ich glaub ich leg mich wieder hin. Kalendarisch kann ich ja noch ein bisschen Winterschlafen. Und selbst das versucht ihr mir durch euer Gerede von Klimawandel und Erderwärmung zu vermiesen.
Ihr Winterschlafalptraumteufelchen
Das kleine Teufelchen - 2. Feb, 20:52
