Winterschlaf
Obwohl es mit dem Winter nicht so richtig was geworden ist und wie es scheint auch nicht mehr zur rechten Zeit was zu werden beabsichtigt, habe ich das Schlafen satt.
Bin wach geworden.
Aus mehr oder weniger krassen bis abscheulichen Träumen.
Das Letzte, woran ich mich erinnern kann, war ein großes Koalodil, das auf mich zukam, mit weit aufgerissenem Maul, voll von garstig scharfen Zähnen.
Alle fein gezwirnt getarnt.
Als sich gegenseitig belobhudelnde Minister verschiedener politischer Couleur.
Angeführt von einem alternativ-los erbarmungslosen Lobby-Engel Namens Queen Angie.
Ein Maul voller Gewinner, sich redlich labend an einem Volk von verlorenen, gutgläubig dankbaren Scheindemokraten.
Bin ich wirklich wach geworden? Oder befinde ich mich noch immer in diesem beklemmenden Traum. Einem Schachteltraum aus dem ich wieder und wieder erwachen möchte. Um mich wieder und wieder in diesem selben Alp zu finden.
Doch dann, endlich, langsam lichtet sich das Dunkel. Der unerklärliche Druck beginnt zu weichen. Splitter einer paradiesischen Realität dringen zu mir durch, dringen in mich ein. Vorsichtig, noch unsicher und unerklärlich verschwitzt, schau ich hin. Aufatmen, alles ist gut, und was noch nicht gut ist, wird gut werden.
Splitter, da, ein fein leuchtendes Wort, ein gut gelaunt klingender Begriff. Ich ergreife diese Vokabel, schaue sie an und erkenne sie endlich.
„Sozialtourismus“
Ja, das ist es, endlich wieder klare Sicht. Ein klares Feindbild, klare Fronten. Ja, diese hinterlistigen Schmarotzer, die sich aus der Verantwortung zum eigenen Wohl zu stehlen versuchen und uns, mich, mein Volk, meine Heimat überfallen wollen um uns schnöde zu berauben. Unsere hart erarbeiteten Rücklagen zu plündern. Bulgaren, Rumänen, Ostblockabfall, von Jahrzehnte langen Kommunismus verblödet, aber nicht blöde genug, sich an unseren reichen Früchten nähren zu wollen. Streng genommen brauchen wir diese Rücklagen eigentlich gar nicht. Der Neoliberalismus lehrt uns zu Recht, das jeder der will auch kann. Hier muss niemand Hunger leiden, hier kann jeder tun wozu er Lust hat. Es ist genug für alle da. Für uns alle. Für uns, die wir genug haben. Wer nicht mitkommt, ist es eindeutig selber schuld. Zu dumm, zu faul, den falschen Idealen folgend.
So gesellen sich Stück um Stück die Splitter unserer freien Marktwirtschaft zu dem hellen warmen Bild echter, gelebter Demokratie.
Ich stehe auf und genieße das Paradies. Und das ist wahrlich ein Paradies. Jeden Tag ein gedeckter Tisch mit Leckereien aus aller Herren Länder. Reichhaltiger als je die Tafel eines Königs oder Kaisers vor Jahrhunderten gedeckt gewesen wäre. Jeden Tag gebratene Tauben fliegen mir in Form von zertifiziertem Fair Trade Bio Fast Food bequem in den Mund. Alles ist im Überfluss zu haben, alles und immer. Ich fahre noble Karossen, universale Mobilität angetrieben mit V-Power Kraftstoffen zu erschwinglichem Preis. Unendliche Energiereserven der Energiewende zum Trotz. Jedes Jahr Urlaub, mit dem Flieger wohin immer ich will. Mobilität, mobile Kommunikation, freie Information in einem WWW der Informationsfreiheit.
Für jeden zu haben
für alle zu kriegen
Führt alles zu Kriegen
zu Kriegen, kämpfen und kriegen
kann ich je genug kriegen?
Mobile Kontrolle für jeden, Umweltverschmutzung für alle.
Dankbar fresse ich den Dreck,
die Hormone und Antibiotika im Fleisch gequälter Nutzviecher,
die Pestizide und künstlichen Genome im Gemüse gieriger Konzerne.
Genug, für alle genug.
Es ist genug - aufhören, was soll das, wo kommen diese teuflischen Lügen her, lasst mich in Ruhe meinen Traum leben, meinen Traum.
Traum, ja Traum, ich träume noch immer oder schon wieder und wieder und …
Wieder baue ich in Demut an meiner Mauer der Dankbarkeit und glaube das alles so, wie es ist doch gut ist.
Gott gewollt
vom Gott befohlen
Lebe ich in fatalistischer Dankbarkeit den fatalen Alptraum,
den die Anderen mir bescheren
die, die ausbrechen aus meinem Traum Paradies
und sich wehren.
Was macht Ihr da. Seid ihr noch zu retten?
Nein ihr seit verloren und wollt mich mit hinabziehen in eure irrsinnige Realität von Schuld an alle dem, was zu sehen ich mich so beharrlich weigere. Warum nur tut ihr das? Aus Gier, aus Neid, aus reiner Boshaftigkeit seid ihr hinter mir her.
Hinter mir, dem doch so schönen farbenfrohen GROKO. Wollt mich vernichten, mich ausrotten.
Ihr werdet es nicht schaffen, denn ich bin bis an die Zähne mit weit mehr als nur diesen bewaffnet. Ich werde euch alle fressen.
Alle und jeden bis
zum letzten Mann
zur letzten Frau
zum letzten Kind
den ganzen Planeten
wenn es sein muss.
Meinen Planeten, den Ihr mir zu stehlen versucht.
Au Backe, ich glaub ich leg mich wieder hin. Kalendarisch kann ich ja noch ein bisschen Winterschlafen. Und selbst das versucht ihr mir durch euer Gerede von Klimawandel und Erderwärmung zu vermiesen.
Ihr Winterschlafalptraumteufelchen
Das kleine Teufelchen - 2. Feb, 20:52
Ich bleibe heute bei mir!
Was ein Tag, ganz Deutschland, scheint mir, ist mit dem Ergebniss der Wahl beschäftigt - immer noch.
Ja, ich muss zugeben,
auch ich habe mich amüsiert,
über den Auszug der FDP
(Hoch auf das gelbe Versahagen, das hamse ehrlich verdient ...)
Ja, ich gebe zu, ich habe mich geärgert,
über die Grünen, die den beinahe Einzug der AfD
mit "Nazis Raus" skandierten
(Das ist doch so, als würde ich die Grünen "Kinderschänder" schimpfen)
Ja und nochmal ja, ich mache mir Sorgen:
Eine große Koalition ist der perfekte Grundstein
für schlimmste politische Schweineren
(Denn hinterher werden sie sich gegenseitig den bekannten Peter zuschieben)
NEIN - ich will dieses Thema heute vorläufig auf Eis legen.
Auf das Eis der Vergangenheit - meiner Vergangenheit,
denn schließlich ist das ja Mein Blog.
Im Rahmen meiner Mitgliedschaft in einem Lyrikkreis entstand in den letzten Wochen ein Text, ein Gedicht(?) zum Thema "Kindheit". Das wurde heute fertig und ich will es hier und heute veröffentlichen:
Erinnerungen an meine Kindheit
Mich an meine Kindheit zu erinnern, das fällt mir wahrlich schwer.
Da ist ein großes, dunkles, tiefes, schwarzes Loch.
ich weiß so gut wie nichts, nicht wann, noch was, nicht wo, noch wer.
Denk ich daran, wird ich traurig, denn ein klein wenig, weiß ich doch.
Es schält sich aus dem Nebel, eine dunkle Gestallt.
Ein liebloser Mann, mein Vater, ich war noch sehr klein.
Er erscheint mir herrisch und streng und vor allem sehr kalt.
Er hat nicht geschlagen, nur missachtet, mein Herz wurde davon zu Stein.
Nach meiner Mutter, nach ihr such ich in dieser Zeit leider vergebens.
Sie war zwar nicht böse, nicht grausam, sie war einfach nur schwach.
Ohne Geborgenheit, doch voll von Zorn, so war diese Zeit meines Lebens.
Die Sehnsucht nach Liebe und der Wunsch nach Lob wohnten unter meinem Dach
Ich grabe weiter und tiefer, horch in diese Zeit meiner Kindheit hinein,
da lösen sich aus demselben Nebel plötzlich freundliche und friedliche Wesen.
Ich finde Elfen und Zwerge und sprechende Tiere, ich war auf einmal nicht mehr allein.
Ich finde Freunde, Kameraden und Helfer, dort bin ich oft und gerne gewesen.
Diese Welt, voll blühendem Leben, fand ich in einem großen, sehr alten Baum.
Er wuchs auf der Wiese hinter unserem Haus, vom Fenster aus konnte ich ihn sehen.
Um ihn zu besuchen, verließ ich, wann immer ich konnte, meiner Kindheit traurigen Raum.
Ich nutzte jede Gelegenheit, um dorthin, zu meinen Freunden und Verbündeten zu gehen.
Die Augen geschlossen begann ich mich tanzend im Kreise zu drehen.
Ich wurde leichter, begann zu schweben und meine Füße fanden Halt in der Luft
Leichten Schrittes und frohen Herzens ging ich zu dem alten Baum hinüber.
Da waren meine Freunde, dort durfte ich sein, konnte weinen dort fand ich Trost.
Denk ich daran, werde ich traurig und zornig, fühl mich schutzlos, verletzt und schwach.
Große Wut und das Gefühl schlecht zu sein, das ist mir von meiner Kindheit geblieben.
Der Wunsch nach der Eltern wärmender Liebe, wohnt auch heute noch unter meinem Dach.
So irre ich lange schon ziel- und sinnlos durch mein Leben, von Süchten und Sehnsucht getrieben.
Nun bin ich groß schon, bin erwachsen geworden, die Zeit heilt Wunden, so sagt man doch.
Die Zeit bringt Abstand, bringt andere Sicht, nicht verdrängen, nicht vergessen, aber vergeben,
langsam verändert sich das schon gelebte Leben, langsam krabbele ich aus meinem Loch.
Erst vorsichtig Taumelnd, dann kraftvollen Schrittes, so will ich den Rest meines Lebens erleben.
Auch der Teufel kann weinen!
Das kleine Teufelchen - 24. Sep, 15:51
Nach der Wahl ist vor der Wahl
Gestern war Wahltag.
Wie wunderbar.
Gestern war der Tag der großen Hoffnung.
Ab heute wird wieder gezeigt
wie Versprechen
zu leeren Versprechen werden
und unsere Hoffnungen
durch das Brechen der Versprechen
ad Absurd um geführt werden.
Alles Schwindel, alles Lüge, alles Lug und Trug
Wie die Wahl ausgegangen ist,
ist mir ehrlich gesagt der Worte nicht wert.
Aber die Lüge,
als Kernstück dieses verlogenen Spiels,
die hat mich angeregt, mich ihr zu widmen:
Also habe ich mich gefragt
liebe Leute gebt fein Acht
Gedanken ich hab mir gemacht
was denn die Lüge wirklich sei
es lügt schon der, der sagt, er sei von Lüge frei.
Die wohl meist verbreitete und zugleich gefährlichste Lüge scheint mir die, aus Unwissenheit, die ja bekanntlich leider NICHT vor Strafe schützt, aus falscher Information, ihrerseits ja auch eine Lüge, aus Dummheit sozusagen.
Das die Erde rund und keine Scheibe ist, das weiß heute nahezu jedes Kind, obwohl es den meisten Menschen dann doch nicht gelingt, über den Rand ihrer eher scheibenförmigen Puppenhausuntertasse hinweg zu schauen.
Nun ja, Lügen haben ja nicht nur kurze Beine, was ich bei der Geschwindigkeit, mit der sich manche davon verbreiten persönlich eher bezweifele, Lügen haben auch ein paar ganz positive Eigenschaften, wenigstens manche.
Fragt mich wer: „wie geht es dir“
sag ich ihm: „es geht mir gut“
die Wahrheit will doch keiner wirklich hören
Fragt mich meine Frau, ob ich sie liebe
Sag ich schmeichelnd, selbstverständlich „Ja, mein Schatz“
Sag ich es nicht, dann setzt es wohlmöglich Hiebe
Also geb ich ihr noch nen Kuss dazu – mit einem leisen „schmatz“
Fragt mich der Richter, ob ich´s war
lüg ich ohne rot zu werden
Fragt mich der Pfarrer nach meinen Sünden
tisch ich ihm die kleinen auf
oder schenk im was, aus meinen Lügenpfründen
Fragt mich der Vater, was ich mir dabei gedacht
weil ich wieder einmal Misst gemacht
Sag ich brav: " NICHTS, mein werter Herr Papa"
und hab mir schon vorher heimlich ins Fäustchen gelacht.
Fragt mich der Lehrer,
wo denn meine Hausarbeiten sind
lüg ich frech: „ zu Hause Herr Lehrer –
es tut mir leid, ich hab sie liegenlassen“
Mit all den Lügen solcher Art
will ich doch nur mich und vieleicht auch andere schützen
denn wer will sich schon freiwillig gerne bestrafen lassen.
So Mancher schon fand in der Wahrheit den Tod.
- Ein Hoch auf unsere Helden an dieser Stelle.
Genug der Lügen aus der Not
außer der Sache mit der „Liebe“
das ist eher eine Tugendlüge
Genug also, dieser notbefohlenen Wahrheitsbeugungen
denn da gibt es wahrlich schlimmeres:
Genaugenommen gibt es bei der Lüge ja immer mindestens zwei Beteiligte:
Den Einen der lügt und den Anderen, der den Bullshit glaubt.
Das haben übrigens Lüge und Wahrheit schwer gemeinsam, das mit dem Glauben.
Ja ja, die Religionen.
Ob der Pfarrer wirklich an den Gott und seine Gebote glaubt,
den und die er uns verkaufen will, will ich hier nicht erörtern.
Fakt ist, das die Gläubigen ihm glauben, was er sagt.
So sehr, dass sie vorehelichen Geschlechtsverkehr oder gar die Selbstbefriedigung für Sünde halten.
So sehr, dass sie für solchen Glauben Kriege führen und Menschen unterdrücken, foltern und töten.
Und das, obwohl es schon in den 10 Geboten der Christen und ich vermute auch in den Grundfesten anderer Religionen eindeutig verboten steht.
Ein pfiffiger Österreicher sagte dazu:
„Wer einmal Lügt, dem glaubt man nicht. Aber wer immer Lügt, dem glauben Millionen.“
Und unterwerfen ihr Leben fortan lebensfeindlicher Doktrin
und verschenken ihre Seelen an einen alles richtenden Gott,
der ihnen dankbar die weggeworfene Verantwortung für sich selbst entreißt.
Weil nun aber viele Menschen nicht mehr so recht gläubig sein wollen, hat sich eine neue Riege großer Wahrheitsapostel gefunden, die brav in die freigeworden Fußstapfen treten:
Die ehrbare Seilschaft der Politiker, Die Minister und Kanzler und Abgeordneten und Bürgermeister, heutzutage dank Quotenregelung auch in femininer Ausgabe (weiblicher Ausführung) zu haben.
Ich glaube ich würde mich in Wut und Raserei um Kopf und Kragen reden, wenn ich anfangen würde, über deren Hang zur Lüge zu dozieren.
Gesagt sei soviel:
Unsere Seelen sind denen scheiß egal, auf die sind die nicht scharf.
Obwohl auch sie auf unseren Glauben scharf sind, in Form unserer Stimmen.
Die interessieren sich nämlich überhaupt nicht für uns im eigentlichen Sinne,
die interessieren sich nur für sich selbst, für ihre Macht, ihre Pracht und für ihr Einkommen.
Dafür wird uns dann mit Lug und Trug unsere Kohle abgenommen.
Doch halt, lügen sie wirklich, die Damen und Herrn,
wenn sie sagen, dass sie nur das Beste wollen?
Ich glaub fast nein!
Denn das Beste wollen sie tatsächlich, für sich und von uns.
Ok. Ok. Alles gelogen.
Man kann doch heute sozusagen sowieso sagen was man will.
Recht auf freie Meinungsäußerung nennt man das, glaube ich.
Also kann auch ICH hier lügen, dass sich die Balken biegen.
Ich kann nicht einmal dafür belangt werden.
Dann ist wohl, wer nicht lügen kann,
es wahrlich selber Schuld und ein armer Hund dazu.
Doch da gibt es einen Trick,
den zwar Alle anwenden,
den aber Wenige nur durchschauen.
Belüge dich selbst und glaube es sei nichts als die Wahrheit.
Sag immer brav deine eigene Wahrheit und
verdonnere die der Anderen ins Reich der Lügen.
So genug von dem verlogenen Gerede.
Zum Abschluss noch eine klitzekleine Kleinigkeit.
Die Lüge hat auch einen armen Verwandten,
genannt die Wahrheit, die echte unumstößliche Wahrheit.
Ja auch diese soll es geben.
Sie ist das, wonach wir alle streben (sollten)
Sie ist das, was alle jenen predigen, die nur an ihre Wahrheit glauben.
Denn der Wahrheit Fassetten sind so vielfältig, wie es Lügen gibt.
So steckt in jeder Lüge auch ein bisschen Wahrheit
Und jede Wahrheit ist ganz schön verlogen.
Aber ehrlich jetzt, ich glaub,
ich glaub, wir werden von Beiden dauernd betrogen.
Ihr wählerisches Teufelchen
Das kleine Teufelchen - 22. Sep, 15:38
hinter Fragen zur Wahl
Ja Fragen habe ich, wenn auch im Grunde nur an mich selbst.
Ich frage mich aber, ob es anderen auch so geht.
Schon wenn ich mir die Wahlplakate anschaue, frage ich mich ernsthaft:
„Und so was soll ich wählen?“
Ich könnte ja den Wahlomaten befragen, aber auch der kann mir nichts außerhalb dieses Einheitsbreies servieren.
„Soll ich überhaupt hingehen?“, ich weiß es im Moment ehrlich nicht.
Bin Ratlos, bin eigentlich sauer.
Die Politik der BRD seit beginn dieser Demokratielüge hat mich gelehrt, das die zur Wahl stehenden alle an einem Strang ziehen. Es ist wie beim Waschmittelkauf. Du hast die Wahl zwischen diversen scheinbar verschiedenen Pulvern und alle kommen mehr oder minder aus derselben Küche. Eine Einheitspartei, getarnt als politisches Spektrum. Das ist besser als der geschickteste Wahlbetrug. Das ist genaugenommen Wahlbetrug, denn um eine echte Wahl werden wir betrogen.
Würde keiner hingehen, wäre es wie mit dem Krieg. Stell Dir vor es wäre und keiner macht mit. Jaa wir hätten eine Chance, würden wir alle an einem Strang ziehen. Nicht mitmachen, Verweigerung, dann kann mir wenigstens nachher keiner sagen: „aber du hast doch auch … „ aber er kann sagen: „du hast NICHT gewählt, deine faire Chance vergeudet, du hast versagt … „.
Nee nicht mit mir. Unter Demokratie habe ich mir früher was ganz anderes vorgestellt. Nun kommt sie mir vor, wie eine Mehrheitsdiktatur, was sage ich, wie das Diktat der größten Minderheit. Nicht mal das, wie das Diktat einer Minderheitenelite, die sich diese ach so gepriesenen demokratische Mehrheit selbst erschafft.
Durch Versprechen, durch Lügen, durch Meineide – durch die Medien. Ja, vor allem oder vielleicht sogar ausschließlich durch die Medien. Schließlich gehört dieser Minderheit ja der Medienapparat.
Ich könnte meinen Ärger durch Abgabe einer entwerteten Wahlstimme zum Ausdruck bringen. Auch da müssten alle mitmachen, die jetzt einfach aus Frust, Überdruss oder Faulheit nicht zur Urne pilgern.
Ich könnte wieder so was „Kleines“ wählen, so eine der Splitterparteien, die ja eigentlich auch Einheitsparteisplitter sind. Damit schütte ich wenigstens Sand ins Getriebe der Verarschungsmaschinerie, dachte ich mal. Die Mühlen laufen deswegen erfahrungsgemäß nicht langsamer.
Oder ich wähle doch die „Großen“. Die können dann viel effektiver ihren Lobby Job machen und werden vielleicht so grob und fahrlässig, das sogar der Dümmste merkt, dass es ihm ans Leder geht.
Ich weiß es nicht, weiß es schon seit Jahren nicht. Was soll ich tun? Wenigstens bei dieser Entscheidung habe ich scheinbar eine echte Wahl. Ja oder Nein, oder vielleicht doch nicht. Im Grunde ist es scheißegal, ob ich wähle oder nicht, es ändert nichts. Keine meiner Entscheidungen würde wirklich etwas bewegen.
Das schlimmste ist, ich bin gefangen, und gezwungen mitzumachen, mit zu wählen, ob nicht oder doch oder wie auch immer, ich habe die Wahl keine Wahl zu haben.
Mal ehrlich, das ist doch ganz schön frustrierend.
Ihr kleines Teufelchen
Das kleine Teufelchen - 15. Sep, 19:36
Das Uninteressante zu erst: Es war eine überwiegend langweilige wenn auch persönlich „erfolgreiche“ Woche, diese 35ste KW. Der persönliche Erfolg beschränkt sich jedoch auf einen neuen Job, also Hamsterradspiele. Aber egal.
Was mir im Augenblick am Herzen liegt, sind die Machenschaften unserer lieben Europäischen Kommission, unserer sozusagen Schattenregierung. Es geht um die Lobbypolitik für die Pharmakonzerne. Es geht um das schleichende Verbot, Naturmedizin zum Verkauf anzubieten und schlimmer noch, um das Verbot, über alternative Naturheilstoffe und –verfahren zu informieren. Im Grunde sind wir auf dem besten Weg, uns die Erde in naher Zukunft wieder als Scheibe vorstellen zu dürfen. Ich will mich hier auch gar nicht groß darüber auslassen, was da wieder hinter unserem Rücken, weil hinter den Kulissen der Mainstreaminformationspolitik, ausgeheckt wird. Hier zunächst einen Link zu einer Petition. Da gibt es Information zum Thema und die Möglichkeit sich nützlich zu machen, worum ich an dieser Stelle ausdrücklich bitten möchte:
http://www.grundrecht-gesundheit.de/
Dann hätte ich da noch den Auszug eines Verhandlungsprotokolls zu besagtem Thema, den ich aus der nahen Zukunft in die Gegenwart retten konnte:
Protokoll einer Verhandlung
Staatsanwalt: ......... wurde der Angeklagte am 15.03.2023 um 17:24 in den Räumlichkeiten seines Verstecks im atomar kontaminierten Sperrgebiet „Endlösung Gorleben“ von den Beamten des „SEK verbotene Giftpflanzen“ bei der Zubereitung eines Drogencocktails bestehend aus folgenden Substanzen angetroffen:
1. Pfefferminze (marokkanisch, hoch konzentriert)
2. Melisse (eigener Anbau, Plantage wurde beschlagnahmt)
3. Salbei (besonders gefährliche griechische Variante)
4. Fenchelsaat
5. und einheimischer Thymian
Ferner wurden ein Exemplar des seit 2015 verbotenen Werks „Heilkräuter und ihre Anwendung in der Hausmedizin“ von 1974, eine Teekanne aus Porzellan sowie ein textiler Strumpf zur Aufnahme der Drogen zwecks Herstellung wässriger Auszüge sichergestellt.
Die Menge der beschlagnahmten Drogen, sowie die professionelle Ausstattung des Labors lassen auf einen gewerbsmäßigen Umgang mit den Substanzen schließen.
Wir beantragen das Einfrieren der Konten der Familienangehörigen des Angeklagten um die aus dem illegalen Handel des Angeklagten stammenden Gelder einziehen zu können.
Wir beantragen den Entzug des Fahrerlaubnischips, da anzunehmen ist, dass der Angeklagte seine Fahrerlaubnis zur Beschaffung der Drogen missbraucht hat und ihm somit die moralische Qualifikation zum Führen von Fahrzeugen ab zu erkennen ist.
Ferner beantragen wir die Beschlagnahme des beim Angeklagten vorgefunden Fahrzeugs der Lebensgefährtin des Angeklagten, da anzunehmen ist, dass das Fahrzeugs als Werkzeug zur Durchführung seiner illegalen Geschäfte benutzt wurde.
Richter: Angeklagter, haben sie die Anschuldigungen zur Kenntnis genommen und verstanden?
Angeklagter: Euer Ehren, aber so...
Richter: Sie haben hier nur mit „ja“ oder „nein“ zu antworten, Angeklagter!
Angeklagter: Ja, aber....
Richter: Also Ja, (das „aber“ können sie streichen, Gerichtsschreiber.)
Angesichts der vorliegenden Beweise ist ein Geständnis nicht erforderlich.
Die einzige Möglichkeit das Strafmaß von 20 Jahren mit anschließender Sicherheitsverwahrung abzumildern, sind Angaben über Ihre Hinter- und Mittelsmänner sowie über die Beteiligung ihrer Lebensgefährtin an ihren Machenschaften und zum Versteck der Selben.
Eine internationale Fahndung mit Freigabe zum finalen Todesschuss wurde bereits erteilt. Helfen sie uns, diese Terroristin aus ihrem Versteck zu locken und dingfest zu machen, dann können wir über den Erlass der Sicherheitsverwahrung reden.
Angeklagter: Euer Ehren, ich schwöre Ihnen, meine Freundin hat mit dem ganzen nichts zu tun....
Richter: Lügen sie uns nicht an. Schon dieser unverfrorene Meineid ist gut für mindestens 10 Jahre, wo ist ihre Freundin!
Angeklagter: Ich, äh, euer Ehren, ich, also ich weiß es doch nicht....
Richter: Gerichtsdiener, holen sie die Vollzugsbeamten und lassen sie den Angeklagten sichern. Gefahrenklasse blau, man fand beim Angeklagten eine Broschüre über Judo, die Kunst des waffenlosen körperlichen Angriffs mit Tötungsabsicht aus dem vorigen Jahrhundert.
Der Angeklagte wird abgeführt und in Einzelhaft verbracht und der Kommission für Wahrheitsprüfung übergeben.
Gerichtschreiber, nehmen sie zu Protokoll, dass der Angeklagte völlig uneinsichtig ist und jede Kooperation ablehnt. Eine weitere Verhandlung erübrigt sich. Wollen wir doch mal sehen, ob er nach 20 Tagen Wahrheitsprüfung (Einzelhaft mit Schlafentzug durch Elektroschocks, bei wechselnden Temperaturen und Verabreichung von körperlähmenden Medikamenten bei Zwangsernährung) bereit ist, uns endlich verwertbare Informationen zu geben.
Staatsanwalt: Ehrenwerter Kollege, wir sollten ernsthaft in Erwägung ziehen, den Angeklagten nach Abschluss des Verfahrens einer Gesinnungsanpassung zu unterziehen (Gehirnoperation zur Beschränkung der Gehirnfunktionen auf die körperlichen Überlebensfunktionen und auf den Intelligenzstand eines Hundes). Vorher muss dringend geklärt werden, ob sich der Angeklagte bereits vermehren konnte und ob er sein kriminelles Wissen möglicherweise schon weitergeben hat.
Dem Antrag auf Sterilisation wurde ja bereits statt gegeben.
Die Untersuchungen haben gezeigt, dass er sich in körperlich sehr guter Verfassung befindet und uns somit für die Wahrheitsfindung ausreichend lange erhalten bleiben dürfte.
Wichtiger noch als seine Drogenkontakte ist es, zu erfahren, wie er den Identitätsaufenthaltschip so manipulieren konnte, dass dieser ein unauffälliges Muster zeigte. ........
Der Autor: Wer die Mutation eines Systems in ein Anderes erlebt hat,
der weis, wie schnell aus Unrecht Recht wird,
wie aus Wahrheit Lüge wird ,
wie aus Gut auf einmal Schlecht wird,
wie aus Lob dann Rüge wird.
George Orwell haben wir schon lange überholt und das mit solcher Geschwindigkeit, dass es Keiner gemerkt hat.
Herzliche Grüße aus der Dunkelheit
Spaß beiseite, denn zum Lachen ist das aktuelle Weltgeschehen für uns eher nicht, wenn ich mal von dem dringend erforderlichen Galgenhumor absehen will.
Das kleine Teufelchen
Das kleine Teufelchen - 1. Sep, 21:21
Eigentlich hab ich auf all die nervensägenden und herzzerreißenden und den Verstand in Frage stellenden Infos und News schon seit über 30 Jahren keinen Bock mehr. Eigentlich bin ich Medienverweigerer, also zumindest was TV und Zeitungen und Radio anbetrifft. Und dennoch:
Die sogenannten harten Fakten kommen immer wieder ins Bewusstsein. Was ist denn gerade so scheinbar wirklich wichtig?
Giftgas z.B., tja da hat der Deutsche ja so seine Erfahrungen mit. Sorry, kein Zy(o)nismus zu einem so ernsten wenn auch alten Thema. Ich bleibe in der Gegenwart:
Das Assad über kurz oder lang Giftgas wird eingesetzt haben sollen, das war doch schon vor Wochen klar. Obamas rote Linie schwebt ja seit dem im Raum der unbegrenzten Möglichkeiten.
Immerhin bestätigen Ärzte ohne Grenzen, das es wohl Tote mit Hinweisen auf möglichen Giftgaseinsatz gibt, gäbe, geben könnte …
Ob es nun Regierungstruppen im Auftrag Assad´s oder auf eigenen Faust waren oder die Rebellen oder der CIA, der ja sein Geschäft der Destabilisierung gut versteht, oder am Ende doch der Mossad auf der Suche nach neuen Territorien zum Siedlungsbau, vielleicht auch der Iran, weil er ja so unheimlich gerne von den USA angegriffen werden möchte ??? … gibt, gäbe, geben könnte …
Fakt ist, es waren irgendwelche durch Geld oder Religion oder „Idealismus“ verblendeten Radikalen.
Oder alles ist nur ne Lüge, was auch nichts wirklich Neues oder Schockierendes wäre, wenn ich so an Husseins Massenvernichtungs…
Ich denke, alles deutet mehr und mehr auf einen groß angelegten Krieg im nahen Osten und Nordafrika hin.
Fakt ist, irgendwer hat das Giftgas produziert und geliefert und das gilt für alle Waffen die weltweit zum Einsatz kommen. Da sind wir Deutschen (nee ich nehme das wir zurück), das sind unter deutscher Flagge handelnde Menschen auch ganz groß im Geschäft – Exportweltmeister in Europa, Platz 3 der Weltrangliste.
Aber das schärfste ist - das ist ja nicht alles, was auf dem Planeten so läuft. Das ist nur das aktuell Sichtbarste und es bindet Aufmerksamkeit und Emotionen. Und lenkt damit auch ab, von all dem anderen Mist, der hinter den Kulissen so läuft.
Schauen wir mal nach Indien. Indien hat ein Energieproblem. Was steht der Welt ins Haus? Na was wohl, Atomkraftwerke. In Koodankulam, Meiler russischer Bauart, gebaut an der Südspitze Indiens, gegen den Widerstand einheimischer Aktivisten, in einem Land, das ohne weiteres auf Wind und Solarenergie setzten kann. Alles wird verniedlicht. Das Fischerdorf Nate an der Westküste Indiens, 600km südlich von Mumbai: Baugenehmigungen in Erdbeben gefährdetem Gebiet – nach Fukushima, in Gutachten als mäßiges Schadensrisiko bezeichnet. Nebenher noch ein Weltrekord, der Welt leistungsstärkstes Atomkraftwerk wird hier entstehen, gebaut von den Franzosen ….
Und überhaupt Fukushima, krebskranke Kinder ja oder nee, oder besteht da überhaupt ein Krebsrisiko?
Nach wie vor hoch im Kurs, wenn auch schon ein wenig „abgebrannt“ – Der Abhörskandal!!
Wohin nur mit dem Restmüll? – ins Endlager des Vergessens oder im Zwischenlager der Reizüberflutung dann eben da vergessen. Besser alles speichern, behaupten man habe es vernichtet und dann vergessen.
Snowden?, was war das nochmal, ach ja dieser Guardian Snowden, arbeitet der nicht für die New York Times?
Auf jeden Fall haben wir jetzt Alle alle: Ab heute ist die Erde aufgebraucht. Alles geht auf Pump. Was solls, Schulden sind wir doch gewöhnt. Alleine die Billarden, die sich die Menschheit selber schuldet, war ja auch keiner Schuld dran. Und überhaupt ist doch eh nur eine Frage der Zeit, dann werden die "Glaubenden" von Jehova ins Paradies der Zeugen errettet oder in Allhas Paradies täglich neue Jungfrauen vögeln (Wo hat der bloß die Ressourcen her), oder es kommen endlich die lang ersehnten Außerirdischen und beenden den Schlamassel, mit Giftgas wohlmöglich oder nem Allienvirus …
So viele positive Alternativlosigkeiten von der nachhaltigen Sorte. Und nachhaltig sind wir wahrhaftig in unserem Bemühen uns selbst zu stoppen.
Ach ja und fast vergessen, wir haben ja Wahlkampf im Land, eine scheinbar etwas buntere Landschaft präsentiert sich uns. Neu am Start, meine Damen und Herrn was blaues, eine Alternative für Deutschland. Ohne jetzt allzu pessimistisch zu sein, ein wenig konservativ zeigen sie sich schon. So ein wenig CSU mit einem Hauch von braunem Gerüchle oder doch lieber wieder den guten alten Kaiser oder einen neuen Bismarck? Die orangen Apfelsinenpiraten sind auch noch am Start, wer hätte das gedacht. Ganz jung und liberal kommen sie mit freier Marktwirtschaft daher und mit dem bislang cleversten Gedanken zur Atomenergiewende: verbrennen statt verstecken. Ja, wir brauchen Atomkraftwerke und zwar eine ganz neue Generation. Bei den Piraten gibt es keinen Atomschrott der „End zu lagern“ wäre, die machen Blei aus dem ganzen Mull und damit Wertstoff. Noch nie was von Zerfallsreihen gehört? Der Versuch sich fürs Cannabis zu engagieren, macht sie ja vergleichsweise sympathisch - oder so eine Vokabelsammlung wie “bedingungsloses Grundeinkommen“ auf Papier zu bannen. Papier eben, es ist geduldig und brennt gut. Aber ob das ein Grund für ein Kreuz ist? Also alles wie gehabt, es bleibt die Wahl der Qual. Ach was heißt schon Qual. Wenn ich mir das Niveau der aktuellen Wahlwerbung so anschaue:
Maria statt Sharia, wenn das mal nicht verfassungsfeindlich ist. Oder habt ihr etwa nichts gegen Filz? Oder gegen Mindestlohn für Arbeitssklaven? Oder den hier: „Wer alles gibt, muss mehr bekommen.“ Ich mach in den nächsten Tagen mal ne Kollage aus den Phrasen, habe aber die Befürchtung, dass selbst eine Kollage aus Bildzeitungsschlagzeilen dem mäßigen deutschen Durchschnitts-IQ mehr abverlangen dürfte.
So, das war das Wort zum Sonntag. Mir geht’s jetzt wieder etwas besser. Ist immer gut, mir den Müll von der Seele zu reden oder zu schreiben.
Ihr kleines Teufelchen
Das kleine Teufelchen - 25. Aug, 13:35
Sonne scheint, ausgeschlafen, unruhig
Das Übliche also, bis auf die Sonne und das Ausgeschlafen
So hab ich also nen Blog angelegt, oder wie immer man das nennt.
Wozu, frag ich mich jetzt schon , nach kaum 24 Stunden
Hab schon vorher lange mit mir gehadert ob ich das überhaupt will
Doch - aber wozu??
Exhibitionismus? Was von mir zeigen?
Kontaktsuche? vieleicht schreibt ja mal wer was.
Meine Ansichten zum besten geben? Ach was.
Wenn ichs mir recht überlege, will ich erstmal was loswerden.
Meinen Frust über das was ich sehe. Auch mal was schönes?
Na dann siehe das Gedicht von Gestern.
Ok. ich gehe die Sache mal ganz entspannt an:
Ganz entspannt
Bleib ganz entspannt im hier und jetzt
dachte sich der Ehemann
als ihn seine Ehefrau zur Rede stellen wollte
Bleib ganz entspannt, reg dich nicht auf
dachte auch die Ehefrau
als ihr Mann dann doch zu seiner Freundin rollte
Sei ganz entspannt im hier und jetzt
dachte sich ein Zeitarbeiter
weniger ist mehr, davon hört man doch jeden Tag
Ich bin ganz entspannt im hier und jetzt
dachte der Vermittler heiter
Arbeit macht frei, ist´s, was ich immer sag
Ganz entspannt sein im hier und jetzt
dachte sich der Söldner an der Front
und schoss dem Gegner mitten ins Gesicht
Schön entspannt sein jetzt und hier
dachte sich des Gegners Nebenmann
und schickte den Söldner vors jüngste Gericht
Ja ganz entspannt sein, jetzt und hier
das kann und macht doch jedes Tier
Es denkt nicht an Morgen
hat weder Kummer noch Sorgen
Lebt und Frisst und vermehrt sich gerne
Bin ich als Mensch dem Tier so ferne?
das kleine Teufelchen
Das kleine Teufelchen - 25. Aug, 10:00
Einen schönen guten Tach auch, an wen auch immer. Fällt mir son Buch ein. Titel: "Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein" oder so ähnlich.
Ich stelle mich mal vor:
Name: ach was solls - is Schall und Rauch
Geschlecht: Siehe Bild jedenfalls kein Weibchen
Alter: ü50 oder 50+, ganz wie ihr wollt
und sonst noch?
OK: Verheiratet, Vater, Selbstständig, Zänkisch
Hobbys?
Ja auch: Fragensteller, Unfugschreiber, Verschwörungstheoretiker, Gotteslästerer, Schlechtgitarrespieler, was halt so anfällt, wenn ich wieder nix mit mir anzufangen weiß.
Das wars fürs Erste - nee noch nicht ganz. Hab da noch was für Euch:
Darf es etwas Schönes sein?
Ich mach mir das Radio an, einen schönen Sender
schöne Musik, schönere Werbung und noch schönere News.
Soviel Schönheit geht ganz schön aufs Gemüt.
Es ist schön zu wissen, das unsere schönen Klamotten
so schön preiswert sind, weil im schönen Asien
Mitmenschen so schön preiswert für uns schuften dürfen.
Ist es nicht noch schöner zu wissen, das unserer Wirtschaft
trotz so schöner Ausbeutung so schön am Arsch ist,
dass auch wir bald von dieser Ausbeute schön getroffen werden.
Schön ist es auch zu hören, das unsere schönen Steuern
in ach so schönen Drohnen schön sinnvoll verschwinden.
Apropos schöne Drohnen, schönes Spielzeug eigentlich.
So eine schöne Drohne hat jedenfalls keine Bedenken
nicht so schöne Menschen schön sauber abzuschlachten.
Keine Bedenken, kein Zögern, keine Moral, ja das ist schön.
Es ist auch schön, dass wir ganz schön sauer sein dürfen
auf die Verbrechen ganz schön ausgeflippter Neonazis.
Schön auch, wie unsere Polizei so schön wegsehen darf.
Ob ich das mit dem „Schön“ missverstanden habe?
Nein eigentlich nicht, denn sich etwas schön zu machen
liegt doch ganz in der schönen Natur des Menschen.
Geld macht z.B. Männer schön, je reicher, je schöner
und Schminke macht dasselbe mit Frauen.
Schönfärberei gehört zu den schönen Künsten!
So findet ein reicher alter Schöner
seine reich geschönte junge Alte
so schön geschminkt ganz sicher schöner.
Wie ich schon sagte, es liegt in der Natur des Menschen.
Und nichts kann schöner sein, als wenn alles schön ist,
also kann nichts schöner sein, als sich alles schön zu machen.
Dass schöne Scheiße trotzdem Scheiße bleibt
das finde ich jetzt ganz schön Scheiße.
Aber schön ist sie doch und die immer schöne Scheiße.
Einen schönen Tag auch
Ihr schönes Teufelchen
Das kleine Teufelchen - 24. Aug, 10:50